Direkt zum Hauptbereich

Der erste zertifizierte Bio-Nagellack ist da! Put it to the test

Neulich im Biomarkt: Im Logona Regal steht eine Weltneuheit. Ein echt zertifizierter Nagellack. Ich brauchte einen Überlack. Und weil ich nur natürliche Lacke verwende, war ich sofort dabei. Die gelbliche Tönung irritierte mich ein bisschen. Aber Hauptsache, das Zeug stinkt nicht nach Lösungsmitteln! Die rieche ich bei konventionellen Lacken nämlich tagelang.


Die INCI ist übersichtlich. Aus Schellack hat man früher Schallplatten gepresst, die waren sehr zerbrechlich. Aber die Oberfläche hart und widerstandsfähig



Der breite Pinsel ist echt praktisch gute Handhabung. Trocknen tut der Lack gut. Nach ein paar Minuten ist er durchgehärtet, in der offiziellen Angabe nach 10. Kommt hin. Allerdings überzeugt mich das Finish nicht. Ich hatte ihn als Überlack, da hat er keinen echten Hochglanz entwickelt. Also einmal zum Test pur auf die Nägel damit.


Einmal lackiert, wie eben als Überlack

Okay, möglich, dass ich den alten Lack nicht gründlich abgemacht hatte. Das würde die Unregelmäßigkeiten erklären. Was mir schon vorher aufgefallen war: Der Lack glättet nicht, wie die meisten konventionellen. Er legt sich eher in alle Rillen und Kratzer, schmiegt sich an und irgendwie ist es, als würde er in die Nägel einziehen. Glänzen tut er schön, vor allem mit der zweiten Schicht.
Und nur in der Nahaufnahme fallen die kleinen Schäden auf. Mein Nagelweiß ist immer etwas gelblich, das verändert sich nicht.

Mal extrem vergrößert: Nach dem zweiten Anstrich

Der Glanz ist toll, auch wenn der Lack nicht als Klarlack gedacht ist. Was man nicht damit erreicht, ist der moderne Gel-Look, dieses ganz Glatte, fast Künstliche.

Gehalten hat er als Überlack gut 3 Tage. Bei mir werden die Nägel doch schon sehr beansprucht. Deswegen reicht mir das völlig. Er sieht natürlich aus, gepflegt. Demnächst werde ich mir mal die Farblacke ansehen. Auf der Homepage steht was von seidig-mattem Schimmer. Also, der Topcoat hat einen seidig-glänzenden Schimmer würde ich sagen. Und er riecht nach gar nichts, das ist das Tollste! Für Kinder würde ich nur so ein Produkt verwenden, die knabbern den Lack gern ab. Und auch für Schwangere ist das eine der wenigen echt empfehlenswerten Alternativen. Toluol, Campher und Formaldehyd sind zwar in den meisten Lacken nicht mehr verarbeitet, aber auch so gibt es genug Stoffe, die eingeatmet werden. Lacke können auch Kontaktekzeme auslösen, wenn man sich ständig mit den Händen ins Gesicht fasst zum Beispiel. Bei so einem reinen Schellack sehe ich da kaum mehr eine Gefahr, selbst Allergien halte ich für unwahrscheinlich.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Hello Again

Ich weiß, ich weiß, ich vernachlässige euch sträflich hier. Aber ich schreibe grade so viel für die ECOenVOGUE, recherchiere für euch, dass ich kaum mehr zum Bloggen komme. Und es werden wieder spannende Themen für euch in der Septemberausgabe sein (ab 10.9. online!): Das Märchen vom Säureschutzmantel der Haut. Und was Seife damit zu tun hat. Der Stoff, aus dem die Hautpflege ist: Seide. Und Hanf. Und warum mir Bio immer wichtiger wird. Zum Säure-Basen Haushalt der Körpers habe ich schon einige sehr interessante Dinge gefunden. In den letzten Jahrzehnten ist der pH-Wert offenbar um etliche Prozentpunkte gesunken. Also was ist eigentlich der 'echte' Wert? Der eines Babys von 8.5? Oder der von Wasser, um die 7? Ist Meerwasser gar nicht wegen des Salzgehalts ein Heilmittel für die Haut sondern wegen des pH-Werts? Und wieso sollen wir uns mit sauren Chemiereinigern waschen, wenn wir andererseits mit Basenpulver unsere Ernährungs-und Streßbedingte Übersäuerung bekämpfen? Reicht ni...

Powerfrühstück 2: Bulletproof Coffee

Noch ein Trend, den ich schon länger auf amerikanischen Seiten verfolge, ist der sogenannte 'Bulletproof Coffee'. Hammerzeug. Zuerst habe ich auf einem Blog für gesunde Ernährung darüber gelesen. Da ging es um die positive Wirkung von gesättigten Fettsäuren auf das Gehirn und die allgemeine Leistungsfähigkeit. Und um das Wundermittel Kokosöl vor allem. Kokosöl wirkt sowohl äußerlich als auch innerlich gegen Entzündungen, Bakterien und Pilze. Es wird für Mundspülungen, das sogenannte Ölziehen eingesetzt und kann offenbar nicht nur Zähne weißer machen, sondern auch Karies verhindern (im Gegensatz zum giftigen Fluorid, wie neue Studien zeigen). Kokosöl innerlich verwendet entgiftet und liefert jede Menge Energie. Man sollte täglich 3 TL und für eine Detox-Kur über den Tag verteilt bis zu 7 Mal einen Teelöffel einnehmen. Aber wie? Nun, eine Möglichkeit ist in Smoothies. Und dann eben: Der Bulletproof Coffee. In Amerika ist es eine Diätform, einen großen BC anstelle des Frühstücks...

Powerfrühstück zum Ersten: Antioxidantien-Smoothie oder wie ich zufällig zum veganen Frühstück kam

Früher war ich total süchtig nach Buttermilchshakes. Bis ich rausgefunden habe, dass ich Laktoseintolerant bin. Ab da gab es zum Frühstück mein Obst mit laktosefreiem Biojoghurt. Ein Jahr lang auch mit Soja, weil ich Kuhmilch generell nicht mehr durfte. Hat dazu geführt, dass ich jetzt Soja nicht mehr gut vertrage.... Wann fing das eigentlich an mit den grünen Smoothies? Auf den amerikanischen Blogs werden seit 2 Jahren wahre Wunderdinge über Grünkohl und Co. berichtet. Und dann kam Attila Hildmann, der Rockstar der veganen Bewegung und machte seine Japantour, auf der er die Antioxidantien für sich entdeckte. Matcha-Tee zum Beispiel. Das wollte ich auch! Jenseits der 40 kann man jede Hilfe brauchen, um nicht vorzeitig alt auszusehen! Und Schwarztee oder Kaffee vertrage ich ohnehin nur schlecht. Beim Recherchieren kam ich dann allerdings drauf, dass Antioxidantien nicht zusammen mit Milchprodukten funktionieren. Die Milch macht die Dinger einfach platt. Verdammt. Und ich stolperte zud...